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Denkmalprämierung für Schalkhäuser Straße 19/21/23 in Ansbach

Hervorragende denkmalpflegerische Leistungen an den Gebäuden Schalkhäuser Straße durch den Bezirk Mittelfranken gelobt.

Am 22.03.2019 sprach der Bezirk Mittelfranken in feierlichem Rahmen Dank und Anerkennung für die hervorragende denkmalpflegerische Leistungen an den Gebäuden Schalkhäuser Straße 19/21/23 in Ansbach aus. 

HÖGNER hat auch bei diesem Objekt mit hoher Fachkompetenz die Anforderungen des Denkmalschutzes erfüllt und die Termine und Kosten eingehalten.

 

Auszug aus dem Buch "Denkmalpflege in Mittelfranken 2018":

"In der Ansbacher Altstadt zeugen die drei früheren spätgründerzeitlichen Mietshäuser von einem hohen Wohnstandard: hinter den belebten Fassaden weisen großräumige Wohneinheiten bis zu 170 Quadratmetern Wohnfläche aus und beherbergen eine Ausstattung höchster Güte. Nicht nur um die Jahrhundertwende, auch heute noch erfahren solche Qualitäten eine große Wertschätzung. Leider erkannte man das Potenzial der einstigen Mietshäuser erst spät. In den letzten Jahrzehnten wurden nur die notwendigsten Reparaturen durchgeführt, Schäden entstanden vor allem durch Abnutzung, Alterung und Witterungseinflüsse. Zudem war die Südseite der Gebäude bereits stark überformt und durch tiefe Eingriffe in die Substanz gekennzeichnet. Besonders schwer wiegt der Verlust der bauzeitlichen Fenster. Vor diesem Hintergrund erwies sich die zweijährige Gesamtsanierung der drei renovierungsbedürftigen Objekte durch die neuen Eigentümer als wahres Mammutprojekt.

Die aufwendige Restaurierung der reich gegliederten Nordseite und die Rekonstruktion der Farbfassungen haben sich gelohnt: Erker, Bänderrustika, Gesimse und Pilaster, Blendbalkone, verschiedentliche Oberlichter, florale und figürliche Stuckelemente und Relieftafeln erfüllen die Hauptansicht wieder mit Leben. Für die Rückführung der Wohnungen in ihren eigentlichen Zustand baute man etliche neuzeitliche Zutaten zurück und legte die ursprünglichen räumlichen Strukturen frei. Neben den alten Fehlbodendecken stellte man auch die repräsentativen Stuckdecken wieder her. Wo vorhanden, erhielt man außerdem die originalen Steinböden und die hochwertigen Parkettböden. Dort, wo der ursprüngliche Bodenbelag verloren ist, verwendete man Jurasandstein oder verlegte neues Eichenparkett.

Den historischen Putz beließ und ergänzte man nur nötigenfalls mit Kalkputz. Abschließend ertüchtigte man den reichen Bestand an originalen Türblättern, -stöcken und -beschlägen sowie verschiedene alte Öfen und die bauzeitlichen Holztreppen in den Hausfluren.

Die Generalsanierung von gleich drei ehemaligen Mietshäusern ist fürwahr eine umfangreiche Maßnahme. Dabei erweist sich die Renovierung nicht nur zuträglich für die Häuser selbst. Erhebliche Aufwertung erfährt durch die Wiederbelebung der Fassaden auch das Straßenbild am Rande des Altstadtensembles. Trotz des erheblichen Ausmaßes der Sanierung legte man beispielhaften Wert auf historische Genauigkeit und durchgängige Qualität – Kriterien, die hoffentlich auch bei anderen Großprojekten an Relevanz gewinnen."

© Saskia Müller


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